GRUPPE FREIRAUM

Welche Orte, welche Freiräume würde man in ein Gurkenglas packen, wenn man den Planeten Erde verlassen müsste und nur einen Ort mitnehmen dürfte? Was würde man dem Planetenkonstrukteur Slatibartfass empfehlen, von der Erde zu kopieren? Was denken Kinder ist von einer Stadt recycelwürdig?
Diese Fragen bildeten den Einstieg in die Arbeit der Freiraumexperten. Zwei Spaziergänge zu verschiedenen Orten im Umfeld des Stadtbauraums boten Anknüpfungspunkte, um mit den Kindern über Aspekte von Stadt zusprechen. Funktionalität, Gestaltung von Freiräumen, Nutzungsarten und Wahrnehmung von Stadtraum waren Themen, die im Team diskutiert wurden. Interessanterweise wurde von den besuchten Orten nichts in die Modelle übernommen. Die Teilnehmer hatten schon vom ersten Tag an eine sehr konkrete Vorstellung von dem, was sie bauen wollten, was exportiert und damit auf dem Planeten Krikkit reproduziert werden sollte.


Tag 1: Einstieg und Reise 1
Nach der gemeinschaftlichen Begrüßung und Einführung über die Geschichte stand für die Teilnehmer am Nachmittag eine Reise zum Planeten Krikkit an. Für die Expedition wurden technische Geräte gebastelt – eine Reihe von Schutzbrillen, Schutzanzügen, eine Teekanne und ein Weltraumsender – um Krikkit zu erforschen. Die Brachfläche neben dem stadtbauraum, die schon im letzten Jahr Thema des Sommerworkshops war, war das Exkursionsziel. Dort angekommen, wurde das Gelände inspiziert und diskutiert, wie die Kinder den Ort empfanden. Die Kinder stellten fest, dass es dort nicht sehr aufregend war, nur hässlich – und so diente der Ort erst einmal als schlechtes Beispiel.

Tag 2: Reise 2 und ein riesiges Gurkenglas
Ziel der zweiten Reise war die Erde. In der Gelsenkirchener Fußgängerzone wurde der innerstädtische Alltag erforscht – einschließlich Eisdiele und Polizeieinsatz mit Blaulicht. Nach der Mittagspause nahm sich jeder seine „Arche“ und das Team überlegte gemeinsam, was für Orte auf den Planeten Krikkit exportiert werden sollten und warum gerade diese.

Tag 3 & 4: Wald, Wasserfall und ein Meer
In den dritten Tag begann das Team mit dem Bau der Modelle. Es wurde festgelegt, dass ein Markt mit einem Korbstuhlverkäufer, ein schottischer Wasserfall, ein Badesee ohne Imbissbude, ein Wald mit Bach, eine BMX-Rennstrecke und ein Meer gebaut werden. Gemeinsam wurde überlegt, wie man diese Landschaften gestalten könnte, wie man zum Beispiel die Erdoberfläche in der „Arche“ darstellen könnte und wie man schnell Bäume in großer Stückzahl herstellen kann. In der Zwischenzeit diskutierte das Team Fragen, warum es in der Innenstadt keinen Wald gibt und stellte fest, dass jeder Ort seine eigene Geschichte hat.

Im Ergebnis hat das Freiraumteam wichtige Orte exportiert, Orte, an den man eine gute Zeit mit Freunden und Familie verbringen kann, die beeindrucken, die ursprünglich und frei von funktionalen Festlegungen sind. Orte, die jedem Platz lassen - und dabei hatten die jungen Planer nicht nur das ihnen vermeintlich eigene Thema - Spielen - im Sinn.