Detmold, den 9. Mai 2008

Schülerworkshop bei dem die Schüler der Bachschule, betreut von JAS und der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur dem Hermann einen neuen Sockel planen und bauen.

Projektbeschreibung:
Am 9. Mai 2008 fand im Rahmen des Tages der offenen Tür auf dem Campus der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der Workshop „Bau den Hermannsockel!“ statt. 45 Grundschüler der benachbarten Bachschule, verstärkt durch zwei Kölner Schüler, entwickelten an einem Tag neue Ideen für den Sockel des Hermanndenkmals. Unterstützt wurden die jungen Entwerfer durch zwei JAS-Mitarbeiter, Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur sowie sieben Lehrer der Bachschule.
Ziel des Workshops war, neue Perspektiven auf die Varusschlacht, die sich 2009 zum zweitausendsten mal jährt, zu entwickeln und die Diskussion über das Denkmal, die Bedeutung der Varusschlacht für die Region und mögliche „friedliche“ Umdeutungen dieses Ereignissen zu beleben.

Ablauf:
Den Einstieg in die Arbeit bildete eine so genannte „Gehirn sturmübung“, in der Collagen zu Neuinterpretationen des „Hermannthemas“ angefertigt wurden. Unter Titeln wie: „Was wäre, wenn Hermann ein Rockstar, ein Frauenheld oder eine Operndiva gewesen wäre...“ entstanden 47 freie Hermannentwürfe. In einer zweiten Arbeitsphase entwickelten die jungen Planer Nutzungs- und Gestaltideen für den Sockel des Hermanndenkmals und setzten diese in Modellen um. Am Ende eines langen Arbeitstages prämierten der Bürgermeister von Detmold, Rainer Heller, der Landrat des Kreises Lippe, Friedel Heuwinkel, der Rektor der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Prof. Tilmann Fischer, der Geschäftsführer der LEG Standort und Projektentwicklung Bielefeld GmbH, Herr Dr. Uwe Günther und der Rektor der Bachschule, Franz Blank, in einer öffentlichen Jurysitzung die überraschendsten, witzigsten und innovativsten Ideen. Abgerundet wurde der Tag mit einer Preisverleihung und der Einladung des Bürgermeisters zu einem Picknick am Hermannsdenkmal. Die Arbeiten der Schüler sind z.Zt. in der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur ausgestellt und sollen danach in der Bachschule und an weiteren öffentlichen Orten gezeigt werden.

Aus den Ideenansätzen für den Hermannsockel fallen neben Nutzungen als Museums- und Ausstellungsraum vielfältige gastronomische Nutzungen - wie Eiscafé oder Pizzeria - auf. Daneben wurden Ideen einer Umnutzung und eines Umbaus zu einem Hotel oder Schwimmbad entwickelt. Andere Arbeiten thematisierten den Aufstieg zum Denkmal in Form von Treppenbauwerken oder Aufzügen (zum Teil mit Anschluss an eine Untergrundbahn). Eine prämierte Arbeit funktionierte Hermann in ein Karussel um, das als Stehaufmännchen seine Salti hoch über dem Teutoburger Wald schlägt.

Der Workshop „Bau den Hermannsockel!“ geht auf eine Initiative von Prof. Oliver Hall, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur zurück, an dessen Lehrgebiet „Stadtplanung und Städtebauliches Entwerfen“ die Stadt Detmold, die Region und ihre Potenziale bearbeitet werden. Gemeinsam mit JAS Jugend Architektur Stadt e.V. wurde der Workshop „Bau den Hermannsockel“ konzipiert und durchgeführt. Ermöglicht wurde der Workshop durch die Unterstützung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der Stadt Detmold und der Lippe Tourismus und Marketing AG.

Veranstalter/ Partner/ Sponsoren:
Prof. Oliver Hall, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Thorsten Schauz, JAS- Jugend Architektur Stadt e.V.
Franz Blank, Bachschule Detmold

Mit freundlicher Unterstützung von:
Dr. Klaus Schafmeister, Koordinator des Hermannbüro, Stadt Detmold und Lippe Tourismus und Marketing AG.

TeilnehmerInnen:
40 Grundschüler der Bachschule Detmold (3. Klasse) und zwei Schüler von der Grundschule Mainzerstraße/ Köln

BetreuerInnen:
Thorsten Schauz (JAS e.V.), Angela Uttke (JAS e.V.), Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, sowie Lehrer der Bachschule

Link:
Sendebeitrag bei dreist-TV