Kiev, 21.bis 23. Oktober 2015

Eingeladen von children´s geographies, finanziert vom Goethe Institut in Kiev reist Barbara von Jagow, als Gesandte von JAS e.V. in die Ukraine. Zwei Tage arbeitet sie in Kiev und stellt die Arbeitsweise von JAS vor. In einem Vortrag berichtet Barbara von Jagow von ihren Erfahrungen mit JAS und stellt verschiedene Möglichkeiten künstlerische Methoden, in den Prozess der Baukulturellen Bildung zu integrieren, vor. 

Die Idee hinter dieser Reise war: voneinander lernen!

 

Children´s geographies ist eine junge Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat junge Menschen an Stadt heranzuführen. Gerade in einer Stadt wie Kiew, die noch von Unruhen gekennzeichnet ist, ist es den Menschen ein Anliegen neue Wege zu gehen und sich mit anderen Organisationen, die ähnlich arbeiten zusammenzutun. Der Austausch über die eigene und über die (Um-)welt der anderen (im Ausland) ist ein konkretes Bestreben von children’s geographies.  Um diesen Austausch mit anderen Ländern sowie verwandten Initiativen zu fördern und um andere Arbeitsweisen zu entdecken wurde JAS nach Kiew eingeladen. In Form eines Expertenstipendiums unterstützte das Goetheinstitut den Austausch der beiden Organisationen. 

 

 

Vortrag- Möglichkeiten künstlerische Methoden in den Prozess Baukultureller Bildung zu integrieren

In einem Vortrag vor interessiertem Publikum stellte Barbara von Jagow JAS vor und berichtete von der besonderen Arbeitsweise des Vereins. Sie erklärte den Aufbau sowie die Struktur und stellte konkrete Projektbeispiele vor.

Ein Schwerpunkt des Vortrages war die interdisziplinäre Ausrichtung sowie der Ansatz künstlerische Methoden in den Vermittlungsprozess zu integrieren. Immer wieder entwickelt JAS neue Ideen und experimentiert mit Methoden. Ein Ansatz ist das implementieren von künstlerischen Mitteln in die einzelnen Workshops. So hat JAS beispielsweise bereits mit Schauspielern, Designern, Fotographen oder Bildenden Künstlern gearbeitet.

Getreu dem Motto „lass es mich selber tun und ich werde es begreifen“ gab es einen konkreten kurzen Arbeitsauftrag an das Auditorium um dann anschließend in die Diskussion einzusteigen- warum baukulturelle Bildung grundsätzlich notwendig ist und vor welchen konkreten Problemen bzw. Aufgaben die beiden Organisationen in den jeweiligen Länder stehen.

 

Workshop – Orte schreiben Geschichte

Gemeinsam wurde in einem zweiten Teil der Reise ein zweisprachiger Workshop mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Hintergrund des Workshops war die Idee, dass Orte eine Erinnerung haben und Geschichten erzählen. Die Kinder suchten sich am Workshoport eine Stelle, die sie ansprach und die sie zum sprechen bringen wollten.

Aufgabe war sich phantasievoll mit Geschichte und Erfahrung des gewählten Ortes zu beschäftigen. Dabei hatten die Kinder zwei Möglichkeiten: Entweder suchten sie für Alltagsgegenstände passende Orte und überlegten wo diese Dinge zu Hause sein könnten oder die Schüler agierten in die andere Richtung und erwogen was diesem Ort fehlt und fügten es hinzu. Als Hilfsmittel bekamen die Kinder Alltagsgegenstände an die Hand oder einfache Modellbaumaterialien. Nachdem die Orte verändert waren, formulierten die Kinder ihre Geschichten des Ortes aus und präsentierten diese den anderen.

 

Partner

children's geographies

Goetheinstitut in Kiev

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