Studienbesuch einer Delegation aus Montenegro

Essen/ 5. bis 9. Juni 2016

Für 4 Tage war eine 7-köpfige Gruppe von Vertreterinnen des Vereins Expeditio und vom Büro für Erziehung mit Lehrerinnen, Lehrern und Erzieherinnen in Deutschland, um sich mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung  (BNE)mit dem Schwerpunkt auf Stadtentwicklung zu beschäftigen.  Am ersten Tag ging es um die Grundlagen der BNE und in einem Vortrag berichtete Frau Silke Edelhoff über ihre Erfahrungen als Dozentin im Bereich der Lehrerausbildung. Der Nachmittag diente dem Besuch von zwei Beispielen aus diesem Themenfeld: dem Schulgarten der Gesamtschule an der Bockmühle in Essen und der Schule Natur im Grugapark Essen.

Der Schulgarten zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie man in der Schule mit sehr viel Engagement und auch wenig Etat mit den Schülerinnen und Schülern einen Erfahrungsraum für Natur und Nachhaltigkeit schaffen kann und Rückzugsorte im Schulleben aufbaut. Wir sahen hier ein Beispiel von aktiver Beteiligung von Jugendlichen an der Umgestaltung ihres direkten Lebensumfeldes. In der Schule Natur können sich Schulklassen und Privatleute mit verschiedenen Themen der BNE beschäftigen. Hier überzeugte die Vielfältigkeit der Vermittlungsmethoden und der inhaltliche wie methodische Ansatz.

Der zweite Tag erweiterte den Blick auf das Themenfeld BNE auf den Bereich der Kooperation von Künstlerinnen und Künstlern mit Schule und zeigte anhand der Projekte der Alfred- Herrhausen Schule in Düsseldorf mit der Künstlerin Ute Reh auf, wie sich Schülerinnen und Schüler aktiv in Stadtentwicklung einbringen können. 

Der dritte Studientag stand unter dem Thema "pädagogische Architektur". Nach einem aufschlussreichen Vortrag von Herrn Dirk Haas  vom Büro Reflex architects_urbanists über den aktuellen Forschungsstand zu moderner Schularchitektur mit eindrucksvollen Fallbeispielen und der Präsentation des Beteiligungsprozesses beim Neubau der Grundschule Haarzopf in Essen durch JAS e. V., wurde diese Schule von der Gruppe besichtigt. Hier konnte man einige der durch die Beteiligung formulierten Wünsche von Schülerinnen und Schülern und Beschäftigten wiederfinden.

Insgesamt war der Studienbesuch für alle Beteiligten eine spannende Zeit und gab genügend Raum für anregenden Austausch auf vielen Ebenen.

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