Essen, Mai 2012

Wie pflanzt man denn Rhababer? Nichts leichter als das! Große und kleine Gärtner beteiligten sich zusammen mit JAS e.V. an Pflanz- und Ernteaktionen im Gruga Park in Essen. Neben der Verständigung über die Produktion von Lebensmitteln in Wohnortnähe stand auch das Erlebnis eine eigene kleine "urbane Landwirtschaft" zu bestellen im Vordergrund.

 JAS im Park  JAS im Park  JAS im Park

Das Projekt JAS IM PARK bespielt langfristig die Fläche Nr. 42 der Mustergartenanlage im Grugapark. Bereits im Sommer 2011 wurde ein behutsamer Prozess angefangen, wodurch der Boden – ausgehend vom vorhandenen Zustand – nach und nach ur- und nutzbar gemacht wird. Das Motto des Vereins „Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.“ (J.W. von Goethe) lässt sich in JAS IM PARK hervorragend realisieren.

1. Mai 2012

Die Gartensaison wurde durch Frühlingsbestandsaufnahme und Erweiterung des Gemüsebeetes begonnen. Der im Sommer 2011 gepflanzte Rhabarber konnte bereits geerntet werden, die Walderdbeeren blühen und die Lauchstangen wurden neu gepflanzt. In den kommenden Wochen werden weitere Pflanzen gepflanzt und Samen gesät, u.a. Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl und Kohlrabi.

JAS IM GARTEN wird alte Methoden neu entdecken, dabei lernen und die Kenntnisse dokumentieren und weitergeben. Im Laufe des Sommers wird u. a. ein Workshop zum Hochbeetbau angeboten.

Nachhaltige Stadtentwicklung ist eines der Schlüsselthemen der „Stadt der Zukunft“. Themen wie Energieeffizienz, klimagerechtes Planen/Bauen sowie wohnortnahe Lebensmittelproduktion werden mittlerweile eifrig in der Öffentlichkeit diskutiert und in diversen – zumeist temporär angelegten – Projekten erprobt.

Auch im Bereich der baukulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche spielen die Themen der Stadt der Zukunft - somit auch die Frage der urbanen Landwirtschaft und Freiraumplanung – eine entscheidende Rolle. Der Projekt JAS IM PARK in der Gruga in Essen soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit eröffnen, sich mit den aktuellen ökologischen und energiepolitischen Fragen der Stadtentwicklung auf einer überschaubaren Fläche zu befassen. Dabei steht weniger das Ergebnis, sondern der Prozess selbst im Vordergrund. Es wird ein Betätigungsfeld für Kinder und Jugendliche entstehen, das Impulse zum Umdenken für das alltägliche Leben erzeugen soll. Bewusstmachung von Produktionsprozessen und Transportwegen, Wahrnehmungsschärfung für die gebaute Umwelt und die schlichte Betätigung in der Natur sind die Ziele dieses Projektes.